26 Jun 2026
EuGH-Urteil stützt nationale Verbote für virtuelle Automatenspiele und Lotteriewetten

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat in verbundenen Verfahren entschieden dass EU-Recht Deutschland nicht daran hindert nationale Vorschriften aufrechtzuerhalten die die Organisation von Online-Casino-Spielen virtuellen Automatenspielen und bestimmten Wettformen wie Lotterieergebnissen untersagen und diese Regelungen gelten auch für Anbieter mit Lizenzen aus anderen Mitgliedstaaten wie Malta.
Hintergründe des Verfahrens
Die Fälle betrafen maltesisch lizenzierte Betreiber die virtuelle Slots sowie Wetten auf Lotterieergebnisse in Deutschland angeboten hatten obwohl diese Aktivitäten nach dem Glücksspielstaatsvertrag verboten sind und das Gericht stellte fest dass die deutschen Bestimmungen mit dem EU-Recht vereinbar bleiben weil sie dem Schutz der Verbraucher und der Kanalisierung des Glücksspiels in überwachte Strukturen dienen.
Deutsche Behörden verfolgen seit Jahren das Ziel illegale Parallelmärkte einzudämmen indem sie Angebote auf lizenzierte und überwachte Kanäle lenken während Betreiber aus Malta argumentierten ihre EU-Lizenzen würden ihnen den Marktzugang sichern doch das Urteil bestätigt dass nationale Verbote Vorrang haben können wenn sie verhältnismäßig und nicht diskriminierend ausgestaltet sind.
Auswirkungen auf maltesische Lizenznehmer
Betreiber die in Malta eine Lizenz besitzen und dennoch in Deutschland verbotene Spiele anbieten sehen sich nun mit der Möglichkeit von Rückforderungsansprüchen deutscher Spieler konfrontiert und Gerichte in Deutschland können auf Grundlage des Urteils über Erstattungen für Verluste aus solchen Aktivitäten entscheiden weil die nationalen Verbote weiterhin Bestand haben.
Das Urteil in den verbundenen Rechtssachen C-440/23 und weiteren Verfahren verdeutlicht dass die Mitgliedstaaten Spielerschutzmaßnahmen aufrechterhalten dürfen selbst wenn grenzüberschreitende Dienstleistungen betroffen sind und die vollständige Entscheidung liegt als PDF vor.
Rechtliche Konsequenzen für den deutschen Markt
Deutsche Gerichte prüfen bereits laufende Klagen von Spielern die Verluste aus verbotenen Online-Spielen geltend machen und die Entscheidung des EuGH gibt diesen Verfahren eine klare rechtliche Grundlage während Anbieter aus anderen EU-Staaten ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen um nicht gegen nationale Vorschriften zu verstoßen.
Die Aufrechterhaltung des Verbots für virtuelle Automatenspiele und Lotteriewetten zielt darauf ab Parallelmärkte zu bekämpfen und Spieler in regulierte Angebote zu lenken wobei die Behörden auch in Juni 2026 weiterhin Kontrollen durchführen und Verstöße ahnden.

Praktische Umsetzung und Überwachung
Die zuständigen Landesbehörden überwachen die Einhaltung der Verbote durch technische Sperren und Kooperation mit Zahlungsdienstleistern während Spieler die Verluste erlitten haben nun leichter Ansprüche geltend machen können und Gerichte berufen sich direkt auf die EuGH-Entscheidung bei der Prüfung einzelner Fälle.
Experten weisen darauf hin dass die Kanalisierung des Glücksspiels in überwachte Bereiche weiterhin Priorität hat und maltesische Anbieter ihre Angebote für deutsche Nutzer entsprechend anpassen oder einstellen müssen um rechtliche Risiken zu vermeiden.
Schlussfolgerung
Das EuGH-Urteil festigt die Position Deutschlands bei der Regulierung von Online-Glücksspielen und ermöglicht die Fortsetzung nationaler Schutzmaßnahmen auch gegenüber EU-lizenzierten Anbietern während Spieler von verbotenen Angeboten profitieren können indem sie Verluste zurückfordern und die Entscheidung bleibt für die weitere Entwicklung des Marktes maßgeblich.